Der Herbst ist bei uns nicht nur die Zeit von bunten Blättern und kühlen Morgenstunden, sondern auch Hochsaison in der kleinen Manufaktur. Während draussen langsam Ruhe im Garten einkehrt, wird es in der Küche erst richtig lebendig. Überall stehen Körbe voller Früchte, Gemüse wartet aufs Verarbeiten und die ersten Gläser sammeln sich bereits auf der Arbeitsfläche.
Besonders die Konfitüren gehören jedes Jahr fest dazu. Aus Erdbeeren, Aprikosen, Zwetschgen, Kirschen oder gemischten Beeren entstehen süsse Vorräte für die kommenden Monate. Manche klassisch, manche etwas experimenteller. Je nach Lust landen plötzlich auch Vanille, Zimt oder sogar Chili mit im Topf.
Parallel dazu beginnt die Zeit der Saucen und Sugos. Reife Tomaten werden eingekocht, langsam reduziert und mit Kräutern verfeinert. Der Duft von Knoblauch, Basilikum und Tomaten zieht dann oft stundenlang durchs Haus. Aus Chili und Jalapeños entstehen wiederum feurige Saucen, würzige Pasten oder eingelegte Schärfebomben, die später so manches Wintergericht retten. Oder gefährlich aufwerten.
Auch Gurken, Kräuter und verschiedene Gemüsesorten landen regelmässig im Glas. Einlegen, einkochen und haltbar machen gehört inzwischen fast genauso zum Gartenjahr wie das Säen im Frühling.
Besonders schön ist dabei der Gedanke, dass vieles direkt aus dem eigenen Garten stammt. Vom kleinen Samen bis zum fertig etikettierten Glas vergeht oft fast ein ganzes Jahr. Genau das macht diese Vorräte für uns besonders wertvoll.
Und irgendwann stehen sie dann da: ganze Regale voller Gläser. Sugo, Konfitüre, eingelegte Gurken, Chili-Saucen, Sirup oder schwarze Nüsse. Kleine Erinnerungen an den Sommer, sorgfältig konserviert für die kalte Jahreszeit.

