Platz schaffen für Neues

Der Frühling bringt nicht nur neues Wachstum, sondern manchmal auch die Erkenntnis, dass gewisse Pflanzen ihren Platz im Garten verloren haben. Genau vor dieser Aufgabe stehen wir dieses Jahr an mehreren Orten rund ums Haus.

Manche Gehölze sind über die Jahre schlicht zu dominant geworden, andere bringen zwar schöne Blüten, erfüllen ansonsten aber kaum einen wirklichen Nutzen für Tiere oder Natur. Und wieder andere entwickeln leider immer wieder Krankheiten, die wir nur mit regelmässigem Spritzen in den Griff bekommen würden. Genau darauf möchten wir jedoch bewusst verzichten.

Deshalb müssen in diesem Frühjahr einige Pflanzen weichen.

Unter anderem betrifft es unsere Sternmagnolie. So schön ihre Blüten im Frühling auch aussehen mögen, bleibt ihr ökologischer Nutzen eher bescheiden. Für Insekten bietet sie nur wenig Mehrwert und insgesamt passt sie nicht mehr richtig zu unserer Idee eines lebendigeren, naturnahen Gartens.

Auch die Säulenkirschen werden entfernt. Jahr für Jahr kämpfen sie mit starkem Rostbefall und ehrlich gesagt fehlt uns die Lust, ständig mit Pflanzenschutzmitteln dagegen anzukämpfen. Ein Garten soll Freude machen und nicht zur chemischen Dauerbaustelle werden.

Ebenfalls verabschieden wir uns von verschiedenen Fliedersträuchern, sowohl wilden als auch gepflanzten. Einige haben sich stark ausgebreitet, andere wachsen eher ungeordnet und nehmen inzwischen viel Raum ein, ohne dabei wirklich Struktur oder Vielfalt zu schaffen.

Bleiben dürfen dagegen Hasel und Holunder. Beide sind wertvolle Gehölze für Tiere und Insekten und passen wunderbar in einen naturnahen Garten. Allerdings brauchen auch sie in diesem Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt, damit sie wieder gesund austreiben und etwas besser in Form bleiben. 

So schwer solche Arbeiten manchmal fallen: Oft entsteht erst durch das Entfernen von Bestehendem wieder Platz für Neues. Genau darauf freuen wir uns nun besonders. Mehr Licht, mehr Vielfalt und hoffentlich bald viele neue Blüten, Insekten und Gartenbewohner

alle an die Schaufeln

nicht nur abschneiden, sondern ausstocken heisst das Motto
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